Deutschland: Inlandstourismus auf dem Vormarsch
Deutsche Zentrale für Tourismus setzt auf Themen und Kreativität
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Berlin
(pte/11.03.2010/08:25) -
Wenn es um den Urlaub geht, wird "Reiseweltmeister" Deutschland zunehmend auch zum "Sparweltmeister". Die Klage über die gebremste Reisefreudigkeit der Gäste aus dem stärksten Tourismusmarkt der Welt hat vor allem ökonomische Gründe. Eine Reise ins Ausland schlägt für den Deutschen heute mit 1.221 Euro im Durchschnitt zu Buche, während derselbe Urlaub im Inland nur 723 Euro kostet, rechnet die Stiftung für Zukunftsfragen vor.
314 Mio. Inlandsübernachtungen im Jahr 2009 waren die Folge, das bisher beste Ergebnis für die Deutsche Zentrale für Tourismus (DZT) http://www.dzt.de. Und das, obwohl die Geschäftsreisen vier Prozent hinter dem Vorjahresergebnis zurücklagen. Private Urlaubsreisen im Inland haben im Krisenjahr 2009 um zwei Prozent zugelegt", berichtete DZT-Chefin Petra Hedorfer auf der Internationalen Tourismus Börse (ITB) in Berlin. Im Segment "Kurzurlaub" waren es sogar sechs Prozent. Insgesamt 227,7 Mio. Inlandsreisen (plus ein Prozent) standen 72,6 Mio. Auslandsreisen (minus vier Prozent) im Jahr 2009 gegenüber.
Vielseitigkeit, Preis-Leistung und die kurze Anfahrt zum Urlaubsort zählen für den Inlandstouristen in Deutschland und dem tragen Werbeaktivitäten und Investitionen in touristische Infrastruktur Rechnung. Das Augenmerk der Tourismuswerber liegt nicht mehr nur bei Zweiturlauben, sondern zunehmend auch bei den Haupturlaubsreisen. Stark profitieren davon der Norden und Osten Deutschlands, aber auch die großen Städte, so Hedorfer.
Erfolg mit Kreativität
Das Jahr 2010 steht im Zeichen der Kreativität. Mit dem Kulturhauptstadtjahr Ruhr.2010 bewirbt die DZT "Creative Germany" als Land der Trends, Ideen, Innovationen und neuen Kunst. Weitere Schwerpunktthemen sind "300 Jahre deutsche Porzellan-Geschichte", die 41. Passionsspiele Oberammergau und 200 Jahre Oktoberfest in München. Für 2010 und 2011 prognostiziert die DZT ein Wachstum bei inländischen Übernachtungen von einem Prozent, und bei ausländischen Nächtigungen bis zu drei Prozent.
(Ende)
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